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RaderRocholl

Hauptband

Die Stammfolge von den Anfängen bis 1936

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Frühgeschichte (Adolph) 19
berg bis zu seinem Tode 1717. Der Wechsel von 1700 ist nur so zu erklären,
daß die Kinder von Peter (Bäcker) die Weiterzahlung -- vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen -- einstellen mußten und ihr bessergestellter Onkel, der
Bürgermeister und Richter Arnold Rochollsberg sich veranlaßt sah, diese
Familienüberlieferung aufrechtzuerhalten, das heißt im vorliegenden Fall,
hier einzuspringen. Aus diesen Vorgängen wurde wenigstens die erwähnte
Eheschließung gefolgert, Da die Hochzeit bereit3 am 17. 5. 1679 stattfand, jo
kann Arnold Rochollsberg nur Schwager, keinesfalls Schwiegersohn von
Peter (Bäcker) gewesen sein.

Als 3. Kind von Adolph dem Jüngeren wurde Adolph eingeordnet.
Seiner Eingliederung an dieser Stelle liegen allein sein Vorname und seine
als Sohn von Adolph dem Jüngeren passenden LebenSdaten zugrunde, Ex
war Landmann auf Hulverscheid bei Rade, entleiht am 30. 11. 1715 das gr. L.
und stirbt am 17. 11. 1721. Am 16. 10. 1730 zahlen seine nachgelassenen
Kinder für das gr. L. einen Betrag, segnet also auch seine sonst unbekannte
Witwe das Zeitliche, Weiteres ist von ihm nicht bekanni geworden. Ex ist
jedenfalls als der Stammvater der späteren Hulverscheider Ro cho ll53 anzu-=
sehen").

Die Kinder von Peter (Bäer) ergeben sich wiederum aus folgenden
Nachrichten: Am 3. 12. 1709 beteiligt fich ein Peter Roch oll (Bäcker) als
Junggeselle bei der Stiftung von neuen Tafeltüchern für die ref. Kirchhe") und
am 26. 4. 1710 werden auf der Hochzeit von Peter Rocholl (Bäcker)
202 Stüber für die lieben Armen gesammelt. Unzweifelhaft handelt es sich
hier um den Sohn von Peter (Bäcker) dem Älteren ()K 1695). --- Anderer=
seits vereinnahmt Johannes Chrijtoph Rocholl als Provisor der ref. Gem.
am 19. 12. 1707 von „seinem Bruder“ Peter, nachdem dieser eine Reise
vollendet hatte, einen GotteSheller und entleiht P e ter „wegen seine3 Bruders
Adolph“ (Ableben) am 2. 3. 1728 das gr. L. -- Hiernach sind Adolph,
Johannes Christoph und Peter als Brüder und folglich auch als
Söhne des älteren Peter (Bäcker) erwiesen. Bi8 zu einem gewissen Grade
wird diese Tatsache noh erhärtet durch die Wahl der Vornamen des jüngeren
Peter (Bäcker) für seine Kinder, nämlih Johann Christoph Peter
und Johann Peter").

Schließlich ist über die Gleichsetzung von Peter (Bäcker) dem Jüngeren
mit Peter Rocholl, dem Stammvater des früheren Zweiges 1, noch einiges
zu sagen. =- Gin Peter Rocholl zahlt 1714, 1722 und 1726 Beträge für Ent=
leihung von KLeichtüchern, war 1717 Provisor und bezieht 1729, 1733, 1734
und 1737 Kalk von der ref. Gem. Danach verschwindet er aus Rade, zum
mindesten erscheint er nicht mehr in den Rechnungsbüchern der ref. Gem. Er
wird Rade verlassen haben -- vielleicht weil er Wivr. war -- und nach Gemarke
bei Barmen verzogen sein, wo sein älterer Sohn Johann Christoph Peter

70) Val. Anm, 136 zu St.f. V 11,

71) Vgl. Anh. Nr. 30.

72) Vgl. St.f. V1U1 54 und 55.

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20 Frühgeschichte (Friedrich und Hermann und Kinder von Peter [Sohn])

Anstellung als Lehrer gefunden hatte. Dort stirbt er auch am 7. 1. 1761

„80 Jahre und 6 Monate minus 7 Tage alt“. Die ganzen Nachrichten und

Daten über Peter (Bäcker) den Jüngeren, Peter Rocholl1l 1714-1737 in

Nade und den Stammvater des früheren Zweiges 1, Peter Ro chch oll, passen

fo auffallend zueinander, daß an der Gleichssezung der 3 Genannten nicht gezweifelt werden kann.

Friedrich) und Hermann

Die Nachrichten über diese beiden Söhne des Ur-=Petex sind rechht mager.
Friedrich verkaufte der ref. Gem, 1629 2/2 Pfund Wachs, war als9 Kaufmann, und seine Witwe zahlt 1. 5. 1653 eine Gartenpacht. Damit sind die
unmittelbaren Nachrichten über ihn erschöpft. Eine Margrit Rochollt
(Naucholz) verkauft sehr ähnliche Artikel, und zwar am 6, 8. 1644 1/2 Pfund
Kerzen, zum Christfest 1645 ein Pfund Kerzen und am 5. 1, 1646 1 Ort Tran an
die Kirche. Aus diesen Angaben wurde gefolgert, daß es sich hier um Friedrichh3 Gattin handelt, er selbst vor 1644 gestorben ist, und seine Frau sein
Geschäft fortführte. =ch Für seine Geburt lag keine Angabe vor. ES liegt nahe,
Friedrich zwischen Gottifchhalk und Adolph einzureihen. -- Kinder
wurden nicht ermittelt, wären aber durchaus möglich").

Hermann. Sein Name erscheint lediglich in der sogenannten „Hexrmann“ - Stiftung"), wonach er um 1637/38 --- vermutlich ledig -- gestorben
ist. Sonst ist über ihn nichts bekannt geworden. Vielleicht war er der jüngste
Sohn des Ur-Peter und Lieblingsbruder von Peter (Sohn), der deshalb
HermannS Verpflichtung übernahm.

Kinder von Peter (Sohn)

Al3 solche sind Margarethe und Christine erwiesen und gelten
Peter (auf dem Berge) und Gertrud mit größerer oder geringerer Wahrscheinlichfeit. Mit Peter (auf dem Berge) starb der Zweig de3 Peter
(Sohn) in der Manneslinie vermutlich aus. Dagegen fließt noch heute in den
Nachkommen feiner Tochter Margarethe, und zwar in großen Teilen bekannter Elberfelder Familien, wie Wichelhaus, Wülfing, Keetman,
Greeff, Schoeler und anderen mehr, sein Blut.

Margarethe, JIhreiwegen sei erneut auf die „Hermanns»-Stiftung“"") hingewiesen. Hiernach gestalteten sich die Fortsezungen der Zahlungen
wie folgt: Von 1638 bis 1651/52 Peter (Sohn), von 1652/53 seine Erben
und ab 1655 bis 1657 dieselben mit dem ausdrücklichen Zusatz „jekundt Nikol1a8 Volkmann“. Ähnlich liegt es mit einer anderen, ursprünglih von
Peter (Sohn) stammenden Zahlungssverpflichtung, nämlih wegen Ewert
„Hannen haus“. Auch diese set Nikolas Volkmann fort. Da nun laut
Kirchenbuch der ref. Gem. zu Kettwig im September 1652 „Nikolas Volks=

73) Vgl. Anh. Nr. 1a.

73) Vgl. Anh. Nr. 11.

75) Vgl, Any, Nr. 11,

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